28-12-2015
GRC Beton


Gibt es Ökobeton? Wäre Beton ohne Beimischungen umweltfreundlicher?

Die Frage der Umweltfreundlichkeit von Beton, die immer häufiger in der Baubranche aufgegriffen wird, ist viel komplexer, als es auf dem ersten Blick scheint.

Vor allem ist daran zu denken, dass die Herstellung von Zement zu CO2-Emission führt. Abgesehen von Auseinandersetzungen zwischen den Befürwortern und Gegnern der These, dass angeblich der Mensch der Hauptschuldige an der Klimaerwärmung ist, Fakt ist, dass die CO2 -Emission in die Atmosphäre zu den wenig umweltfreundlichen Aktivitäten gehört. Aus diesem Grund kommt es zu ständigen Modifikationen des Verfahrens, bei dem Zement gebrannt wird, um die Emission der schädlichen Gase zu mindern. Einige Hersteller rühmen sich der Einführung von umweltfreundlicheren Methoden, dank den die Emission von Kohlendioxid bei Herstellung von Zement tatsächlich geringer wird. Auf diese Weise kann die CO2 – Emission um über 30% reduziert werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass der aushärtende Beton auch Kohlendioxid absorbiert. Aus diesem Grund sollen ökologische Kosten seiner Herstellung um die Menge des absorbierten Gases gemindert werden.

Außerdem laufen sehr fortgeschrittene Forschungsarbeiten, bei den es um die Suche nach einem neuem unweltfreundlichen Stoff geht, der teilweise Zement in der Betonmischung ersetzen und gleichzeitig die Zementproduktion einschränken würde. Aktuell werden u.a. Staube getestet, die bei der Verbrennung von Nebenprodukten der Biokraftstoffproduktion entstehen. Mit der Zeit wird sich zeigen, ob sie der richtige Ersatzstoff sind, obgleich die Prognosen relativ gut sind.

Eine strittige Frage bleibt der Einsatz von Beimischungen und Zusatzstoffen. Man kann sich beute nur schwer eine Situation vorstellen, in der die Bauindustrie vollkommen auf die Ergänzung der Betonmischung durch Plastifikatoren, auf Aufschäumen des Betons oder auf Faserverstärkung verzichtet. Auch ein herkömmlicher Verbundwerkstoff, der bei der Herstellung von Fundamenten eingesetzt wird, ist einfach richtig anzureichen. Spezialbetone, die in der Industrie oder beim Bau von Dämmen, Brücken usw., eingesetzt werden, müssen sogar richtige Zusatzstoffe enthalten. Davon hängt nämlich die Lebensdauer von Beton, sowie seine Beständigkeit gegen zerstörende Faktoren ab.

Sollte sich nur herausstellen, dass es natürliche, umweltfreundliche Substanzen gibt, die Beton gegen z.B. Einwirkung von Säuren, Zerstörungen durch Schwingungen oder Kavitation toll schützen, dann werden sie mit Sicherheit bei der Planung der Betonzusammensetzung berücksichtigt. So lange das aber nicht der Fall ist, sind wir gezwungen bei der bisher angewandten Technologien zu bleiben. Es ist jedoch daran zu denken, dass Zusatzstoffe und Beimischungen im Hinblick auf ihre eventuelle Schädlichkeit für die Gesundheit ganz genau überprüft wurden. Diesbezüglich keinen Sie keinen Grund zur Sorge.