05-01-2016
GRC Beton


Wie lässt sich as lässt die Bereitschaft des Unterbodens auf Verlegung von Betonböden beschleunigen?

Wenn man sich für den Bau eines Bodens auf dem Erdreich entscheidet, hat man ein sehr genaues Projekt zu erstellen, denn es handelt sich um eine Konstruktion, die der ständigen Kälte und Feuchtigkeit aus dem Erdreich ausgesetzt wird. Der Fußboden kann im Gegensatz zu den Wänden nur ganz schwer getrocknet werden, aus diesem Grund muss er von Anfang an nicht nur stabil sondern, sondern auch eine richtige Isolierung besitzen. Andernfalls erwarten uns sehr kostspielige und umständliche Instandsetzungsarbeiten. Wenn wir zusätzlich unter starkem Zeitdruck stehen und den Zeitpunkt beschleunigen möchten, an dem der Unterboden auf Verlegung des Betonbodens bereit ist, sollen wir Blähton (Keramsit) nehmen.

Blähton ist leichter als Sand, viel stabiler und besitzt ausgezeichnete Isolierungseigenschaften. Er ist chemisch neutral, nicht brennbar und frostbeständig. Außerdem handelt sich hier um ein äußerst beständiges Material, das schimmelpilzfest und nagertierfest ist. Der Einsatz dieses Stoffs führt zur deutlichen Beschleunigung der Bauarbeiten, denn eine Keramsit-Schicht ersetzt drei andere Schichten – Sandbett, Unterbeton und Wärmeisolierung (Wolle oder Styropor).

Ein Boden auf Blähton wird ganz ähnlich wie der traditionelle Boden, mit Sandbett und Styropor/ Wolle, hergestellt aber das alles läuft schneller und einfacher. Man legt hier den Zuschlagstoff auf dem Erdreich. Keramsit kann hier lose verlegt werden d.h. auf festem Erdreich ausschüttet werden oder direkt in Säcken auf dem Erdreich gelegt werden. Im ersten Fall ist die verlegte Zuschlagstoffschicht entsprechend zu verdichten z.B. mit einem leichten, mechanischen Verdichtungsgerät, und anschließend mit einer dünnen, versteifenden Schicht aus sehr dünnflüssigem Beton zu bedecken. Auf diese Schicht können eine Isolierungsschicht gegen Feuchte, eine Bewehrung und der Boden einfacher verlegt werden.

Wenn wir wiederum Blähton direkt in Säcken verlegen, dann wir er nicht festgestampft, sondern vorhandene Freiräume werden mit lockerem Zuschlagstoffen gefüllt und die Säcke werden durchgeschnitten, um zu viel Luft aus ihnen zu entfernen. Die Säcke werden dann nicht mit einer Betonschicht überdeckt, sondern es kommt direkt darauf der Feuchtigkeitsschutz. Weitere Arbeiten verlaufen genauso, wie im Fall des traditionellen Bodens – also es kommen Bewehrung, Dehnfugen, Oberputz.

Durch den Einsatz von Blähton läuft die Verlegung der Böden schneller und der Unterbau wird genauso gut vorbereitet, wie bei den Arbeiten, die traditionell ausgeführt werden.